Die Schwäbische Alb in Karte entdecken!

 

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren

Komm zu mamma - Wo der Mensch wurde 

 

 

Sie misst sechs Zentimeter, ist 40.000 Jahre alt und zeigt, was seit Urzeiten fürs Entstehen und Erhalten der Menschheit nötig ist: ein ausladendes Becken und eine mächtige Brust (lat. mamma). Die Venus vom Hohle Fels, die als älteste Menschendarstellung der Welt gilt, ist der Star im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren (urmu). Sie belegt, dass sich die Menschen am Ende der letzten Eiszeit in ihrer unwirtlichen Umwelt die Zeit nahmen, sich selbst abzubilden und symbolische Zusammenhänge herzustellen. Denn keinesfalls ist die Venus nebenbei entstanden: Mehrere dutzend Stunden müssen die Menschen damals mit scharfkantigen Steinklingen, -kratzern und sticheln gearbeitet haben, um sie aus dem Stoßzahn eines Mammuts heraus zu schnitzen. Damit läuteten sie eine kulturelle Zeitenwende ein.

 

Die Wiege von Kunst & Kultur

In den Tälern am Südrand der Schwäbischen Alb liegen die kulturellen und künstlerischen Wurzeln der Jüngeren Altsteinzeit Europas. Seit mehr als 100 Jahren finden Archäologen bei ihren Grabungen in den hiesigen Karsthöhlen immer wieder Spuren der frühesten Kulturgeschichte. Um die Ergebnisse und Fundstücke der Grabungen zu präsentieren, war 1965 das urmu gegründet worden. Heute ist es das zentrale Museum für Altsteinzeit in Baden-Württemberg und Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums. Es stellt das eiszeitliche Leben am Rand der Schwäbischen Alb vor 40.000 Jahren dar. Höhepunkt ist die älteste Kunst der Menschheit mit zahlreichen Originalfunden aus der Region. Außer der Venus beherbergt das urmu die ältesten Musikinstrumente der Welt, Elfenbeinfiguren wie den Wasservogel und den Kleinen Löwenmensch oder eine der ältesten Darstellungen des männlichen Geschlechts: ein gut 19 Zentimeter langer, glatt bearbeiteter anthrazitfarbener Siltstein.

 

 

Weitere Informationen zum URMU unter: www.urmu.de

 

IMPRESSIONEN aus dem Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren
Besuch im Museum und den Steinzeithöhlen

 

Die Höhlen am Südrand der Schwäbischen Alb gehören zu den wichtigsten altsteinzeitlichen Fundstellen der Welt. Neandertaler und frühe moderne Menschen lebten hier während der letzten Eiszeit. Letztere entwickelten vor 40.000 Jahren nicht nur neue Werkzeuge. Sie schufen auch Schmuck, Musikinstrumente, Mensch- und Tierfiguren aus Mammutelfenbein, welche die ältesten bekannten Kunstwerke der Menschheit sind. Das urmu ist das zentrale Museum für diese Fundregion. Im Erdgeschoss präsentiert es die materielle Lebenswelt der letzten Eiszeit am Rand der Schwäbischen Alb: Besucher erfahren, wie die Menschen damals als Jäger und Sammler erfolgreich waren. Im Obergeschoss setzt sich das urmu mit der geistigen Lebenswelt der Steinzeitmenschen auseinander: Höhepunkt ist die weltberühmte Venus vom Hohle Fels.

 

 

Die Schatzkammern der Eiszeitkunst

Für die spektakulären Funde hat das urmu Schatzkammern eingerichtet. Jede widmet sich einem eigenen Thema der Eiszeitkunst: Mal geht es um Weiblichkeit, mal um Männlichkeit, ein anderes Mal um das Menschenbild in der Eiszeit oder um die Bedeutung der Tierskulpturen.

Andere Schatzkammern befassen sich mit Schmuck, Maskierungen oder Musik. Aber auch in die Verarbeitung von Naturfarben und in die möglichen frühesten Jenseitsvorstellung der Menschheitsgeschichte führen die Schatzkammern ein. Eine ist freilich der weltberühmten Venus vorbehalten.

 

 

Tipp & Veranstaltungen

Besonders gefragt ist die Steinzeitwerkstatt des Museums: Hier erleben Besucher sonntags zwischen 14:00 und 17:00 Uhr Urgeschichte hautnah – indem sie steinzeitliche Techniken, Werkzeuge und Waffen ausprobieren. Außerdem sind die Höhlen von Blaubeuren aus durch eine idyllische Landschaft zu erwandern. Mehr Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie [HIER]

 

WEITERE INFORMATIONEN | KONTAKT
Logo Deutsche Alleenstraße

Urgeschichtliches Museum Blaubeuren

Kirchplatz 10, D-89143 Blaubeuren

 

Telefon: + 49 (0) 7344 / 9669-90

Telefax: + 49 (0) 7344 / 9669-915

E-Mail: info@urmu.de

  

 

Weitere Information: www.urmu.de